Brauerei

Biererzeugung

 

Rohstoffe

WASSER - Bier besteht zu mehr als 90 Prozent aus Wasser. Hochwertiges Wasser ist deshalb für die Brauer sehr wichtig. Viele Brauereien besitzen eigene Brunnen oder Quellen.



MALZ - Gerstenkörner werden in Wasser eingeweicht und zum Keimen gebracht. So entsteht Grünmalz. Durch den anschließenden Trockenvorgang, das Darren, entsteht Malz. Malz ist der wichtigste Rohstoff, da die in ihm enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt wird, woraus bei der Gärung Alkohohl entsteht.
 

HOPFEN - Er ist die "Seele des Bieres". Hopfen gibt dem Bier Aroma und die typische Bittere.
 


 

HEFE - Hefe bringt die Bierwürze (den Auszug aus Hopfen und Malz) zur Gärung. Bei dieser Gärung entstehen Kohlensäure und Alkohol.



 

Um ein gutes Bier zu brauen, braucht man eigentlich nur viererlei: Wasser, Getreide, etwas Hopfen und Hefe. Der Rest ist Technik. Eine altbekannte Technik zwar, aber sie wurde inzwischen so verfeinert, dass sich heutige Biere erheblich von jenen unterscheiden, die in den einfachen Bierküchen früherer Jahrhunderte gebraut worden waren. Immerhin ist Wasser - entgegen den noch im frühen 18. Jahrhundert üblichen Annahmen - nicht gleich Wasser. Das Getreide will in einem komplizierten Verfahren vermälzt werden, um zur Bierherstellung zu taugen. Beim Hopfen ist entscheidend, von welcher Sorte und aus welchem Anbaugebiet er stammt. Und schließlich ist die Art der Hefe prägend für den jeweiligen Biertyp.

Bierbrauen ist angewandte Biotechnologie. Der Brauer setzt natürliche Vorgänge dazu ein, um aus natürlichen Rohstoffen ein natürliches Getränk zu brauen. Brautechnisches Fachwissen und strengste lebensmittelrechtliche Vorschriften sind dafür eine solide Basis. Das Österreichische Lebensmittelbuch, der "Codex Alimentarius Austriacus", ist für viele andere Länder Vorbild.